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Werißer als Schnee

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  • Werißer als Schnee

    Reihe "Die verschwiegene Bibliothek"
    Sylvia Kabus legte 1988 dem Aufbau Verlag das Manuskript Weißer als Schnee vor. Die Lektorin lehnte es in einem Tribunal ab, das Sylvia Kabus so beschrieb: "Warum die Figur so dünnhäutig sei, fragte sie. Fünfzehn von zwanzig Leuten oder mehr arbeiten doch so, in unbefriedigenden Berufen, ohne krank zu werden. Viele leben doch ihr Leben außerhalb der Arbeit, sagte sie, die Genossin. Und wie da von alten Menschen, von einer alten Genossin gesprochen wird, die abgeschoben wird, als Pflegefall nicht zumutbar im Krankenhaus. So kann man eine Genossin doch nicht darstellen, sagte sie. Das Graue, Erloschene stellte sie mir in Rechnung. Ich weiß, es ist verletzend, aber ich sage es trotzdem ... begann sie ihre Sätze. Auch, dass ich nie eine Zukunft als Schreibende haben würde. Sie wusste, dass hier etwas verletzt wurde, das hätte ermutigt werden müssen ... Ihr Körper sagte es. Es versperrte mir die Weiterarbeit, das Wachsen und Sein mit dem Buch. Ich saß hinterher im Zug und schrieb ihre vorgestoßenen, von erregtem Schweigen unterbrochenen Bemerkungen in ein Exemplar des Filmspiegels, auf den Rücken von Grace Kelly.“ Zur Veröffentlichung ihres Romans in der Verschwiegenen Bibliothek sagt Sylvia Kabus: "Der Text ist die Geschichte eines reinigenden Schweigens, entstanden aus einem Lebensmaterial, das in Todesnähe brachte.“
    "Vibrierend; zart und kraftvoll ist ihre Sprache in diesem Roman … Hier gibt es eine Erzählerin mit markantem Ton zu entdecken."
    Ralph Gambihler, Freie Presse

    (102078.)

    Sylvia Kabus:
    Weißer als Schnee
    gebunden mit SU, 253 Seiten
    2008: Büchergilde Gutenberg
    ISBN: 9783940111494
    19,90 € (
    gebundener Ladenpreis)

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